Musikpraxis Heidelberg
Hier gibt es was für die Ohren

Safe-and-Sound-Protocol (SSP)

Das SSP ist ein spezielles Hörtraining, welches dazu entwickelt wurde, Stress und Auditive Überempfindlichkeit zu reduzieren. Gleichzeitig wird den über die Vagus-Nerven gesteuerten Kommunikationsimpulsen körperliche Entspannung und Sicherheit erlaubt und so Resilienz vergrößert und soziale Zugewandtheit erleichtert.
Das Training besteht üblicherweise aus fünf aufeinanderfolgenden täglichen Einheiten von 60 Minuten. Zum Einsatz kommt eine spezielle frequenz-modulierte Musik mit spezifischen Playlists aus Pop, Klassik, oder Disney Songs, die über Over-Ear-Kopfhörer angehört werden. Währenddessen darf (aus-)gemalt, gespielt, gechillt, geträumt oder spazieren gegangen werden. Gleichzeitig sorge ich co-regulierend für ein Gefühl von Sicherheit und Entspannung (entweder durch gleichzeitige Präsenz vor Ort oder über mediale Begleitung).
Das SSP ist als eine rezeptive Intervention konzipiert, um ein aus der Balance geratenes autonomes Nervensystem wieder in einen balancierten Zustand zu bringen und Lernprozesse im Gehirn zu fördern. Hierzu wird das auditorische System mit speziell gefilterten und aufbereiteten Musikfrequenzen stimuliert und trainiert, damit die Filterfunktionen zu trainieren, sich auf den Frequenzumfang der menschlichen Sprache zu fokussieren und diesen aus Hintergrundgeräuschen herauszufiltern.
Sollte nach dieser ersten Intervention noch eine weiterführende, aktive (Musik-)Therapie gewünscht sein, konnte in unterschiedlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass das SSP verbessernde oder beschleunigende Auswirkungen auf nachfolgende Interventionen.

Hintergrundinformationen zum SSP

Das Safe & Sound Protocol basiert auf den Erkenntnissen der Polyvagal Therorie. Diese wird auch gerne als die „Wissenschaft des Sicherheitsgefühls“ bezeichnet. Von dem Neurowissenschaftler Prof. Dr. Stephen Porges in mehr als 20 Jahren intensiv erforscht und entwickelt, konzentriert sie sich auf das Zusammenspiel von Körper, Psyche und autonomen Nervensystem. Dabei erklärt die Polyvagal Theorie (eine sehr schöne Erklärung finden Sie unter https://youtu.be/2hc9PPN7L2c), wie sich unser Gefühl von Sicherheit, Gefahr oder Bedrohung auf unsere Emotionen, Verhalten, Erleben und insbesondere soziale Bindungen auswirken kann und wie wir darauf Einfluss gewinnen. (Video zur Erklärung des Safe & Sound Protocols https://youtu.be/GCRmkGSdN_0; falls gewünscht können Sie sich Untertitel in Deutsch anzeigen lassen, dazu klicken Sie bitte auf Einstellungen (nach Start erscheint unten rechts ein Rädchen-Symbol) und stellen die Untertitel auf die gewünschte Sprache ein!).

Was SSP nicht ist

• Es ist keine binaurale Stimulation o.ä.
• Es ist keine Entspannungs-/Meditationsmusik.
• Es werden keine unterbewussten Botschaften gesendet.
• Es ist keine "Hörkur" und auch nicht vergleichbar mit der Tomatis-Methode.

Organisatorisches –Durchführung, Dauer, Kosten, Equipment

Umfang des Safe-and-Sound-Protocol Pakets:

  1. Einführungs-Termin in Präsenz oder Online (Video)
    Dauer: 90 min







  2. Begleitete Nutzung von SSP Core unter Supervision
    Dauer: Gesamtsoundzeit 300 min
    Die tägliche Hörzeit wird individuell vereinbart (z.B. 5×60 min., 10×30 min. oder 20×15 min.)





  3. Abschlussgespräch in Präsenz oder Online per Video
    nach dem Ende des Hörens von SSP Core

    Dauer: 60-90 min



  4. Nachsorgeangebot:
    Dauer: 28 Tage



  5. Erweiterungen
    Verlängerung / Wiederholung



  6. Partner-/Familienangebot
    Bei Bedarf kann ein Zugang für den Partner/die Partnerin oder Kind(er) dazugebucht werden

  • Freischaltung der App für Ihr Smartphone oder Tablet (iOS/Apple oder Android)
  • Auswahl der Playlist ("Original", "Wonder" oder "Classical")
  • Maximal 60 min gemeinsames Hören von SSP Core
  • Wahrnehmung der individuellen Wirkung der Musik auf das Nervensystem
  • Klären von Fragen



  • Variante 1: „SSP-Home
    überwiegend eigenständige Nutzung von SSP Core zu Hause, bei Bedarf mit therapeutischer Online-Begleitung
  • Variante 2: „SSP-Personal
    Komplett in Präsenz in der Praxis oder Online begleitet
  • Variante 3: "SSP-Hybrid"
    In Kombination mit einem anderen laufenden Therapieangebot der Musikpraxis (z.B. Tinnitus)



  • Evaluation des Erreichten und Abklärung des weiteren Vorgehens




  • Nutzung des Programms „Balance“ während der Nachsorgephase
  • E-Mail Betreuung oder Kurztelefonate möglich



  • SSP Balance kann beliebig lang über die eigentliche SSP-Zeit hinaus verlängert werden
  • Wiederholung von SSP Core nach 3 Monaten möglich
    Dann ist auch ein Wechsel der gewählten Playlist ("Original", "Wonder" oder "Classical") möglich


  • Weitere individuelle Zugänge zu den Programmen "Core" und "Balance"
  • individuelle Wahl der Playlist ("Original", "Wonder" oder "Classical")

Kosten

    Safe-and-Sound-Protocol 

    Umfang: Einführungstermin/Abschlussgespräch/Begleitete Nutzung von SSP Core/Zugang zu den Programmen Connect und Balance
  • Variante 1: SSP-Home | 390 €
  • Variante 2: SSP-Personal | 690 €
  • Variante 3: SSP-Hybrid  | 150 €


Verlängerung / Wiederholung

  • Verlängerung SSP Balance  | 30€ pro Monat
  • Wiederholung SSP Connect & Core (frühestens nach 3 Monaten möglich)  | 70 €


Partner-/Familienangebot  

  • pro zusätzlicher Person | 120 €


Nötiges Equipment

  • Smartphone oder Tablet (iOS oder Android) mit etwas Speicherplatz, um die App herunterzuladen
  • „Over-the-ear“-Kopfhörer ohne „noise cancelling“ und „bass booster“ (z. B. OneOdio A71 oder Superlux HD681– auch andere Modelle und bei weiteren Anbietern erhältlich, auf Wunsch kann ein solcher Kopfhörer auch über die Musikpraxis erworben werden).
  • Etwas Zeit (ca. 30 – 60 min störungsfreie Ruhe je Anwendung)
  • Einen bequemen und sicheren Rückzugsort, z.B. Sessel, Sofa oder Bett, ggf. eine Decke, Kissen
  • Gern Getränke (Wasser, Tee oder Kaffeespezialität) zum Verwöhnen. Bitte während des Musikhörens aber NICHT essen und KEINEN Kaugummi nutzen, die Kaugeräusche würden die Musikwahrnehmung verfälschen!
  • Falls erwünscht können parallel zum Hören der Musik einfache kreative Tätigkeiten ausgeführt werden, z.B. Malen, Puzzeln, Stricken/Häkeln, Kneten/Tonarbeiten etc. (Anregungen hierzu werden im Erstgespräch vermittelt)
  • Bei eigenständiger Anwendung sollte eine vertraute Person in der Nähe sein, falls unerwartete emotionale Reaktionen auftreten




 
 
 
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